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Lexikon zum Laborbefund

Retikulozyten

Retikulozyten sind 1-2 Tage alte, noch nicht end­gültig aus­gereifte Erythrozyten.

Erhöhte Werte der Retikulozyten finden sich bei allen Er­krankun­gen, wo die Erythrozyten­neubil­dung gesteigert ist, beispielsweise bei hämolyti­schen Anämien, Blutverlust, auch im Rahmen der Menstruation, Poly­zythämie und in der ersten Thera­piephase einer Erythropoe­tin- oder Eisenmangel­anämie. Der maximale Anstieg wird nach drei Tagen erreicht, eine Normalisierung erfolgt nach ca. 10 bis 12 Tagen. Auch bei Belastung in großen Höhen mit geringem Sauer­stoffgehalt der Luft oder bei besonders nie­drigen Temperaturen kommt es physiologisch zu einer gesteigerten Bildung von Retikulozyten. Er­nied­rigte Retikulozyten­werte finden sich dagegen z.B. bei Eisen­mangelanämien, toxi­schen Ein­flüs­sen und aplasti­schen Anämien.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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