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Lexikon zum Laborbefund

Eisenmangelanämie 

Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Anämie­form überhaupt; besonders be­troffen sind Kinder und Frauen im gebär­fähigen Alter. Von allen Nahrungsmitteln enthält praktisch nur das Fleisch entschei­dende Mengen von resorbierba­ren Eisen. Entsprechend führt eine vegetarische Kost langfristig zu einem Eisenmangel.

Anders ist es bei entzündlichen Prozessen oder Tumo­ren. Bei diesen Störungen wird das Eisen in Form von Ferritin oder Hämoside­rin im RHS ab­gelagert und damit der Hä­moglobinsynthese ent­zogen.

Bei einer Eisenmangelanämie erwartet man also eine mikrozytäre, hypochrome Anämie mit ei­nem niedrigen Se­rumferritin. Handelt es sich um einen alimentä­ren Eisenmangel oder einen chroni­schen Blutver­lust, sind die Eisenspeicher, also das Fer­ritin, niedrig. Bei einer inneren „Fehl­verwer­tung“ we­gen Tumor oder Infekt ist das Ferritin normal oder hoch. Eine spezifizierte Differential­diag­nose unter Berücksichtigung der kli­nisch-chemi­schen Parameter ist im Kapitel „Klinische Che­mie“ beschrieben.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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