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Lexikon zum Laborbefund

Thrombozytose

Eine Erhöhung der Thrombozytenzahl ist meist eine reaktive Veränderung im Rah­men einer Blutungsanämie, bei Entzün­dungen, Infektionen oder Splenektomie. Unklare Thrombozytosen können selten erster Hinweis einer chronisch myeloi­schen Leukämie sein. Sind gleichzeitig die Akutphase-Parameter erhöht, spricht dies in der Regel für das Vorliegen einer reaktiven Thrombozytose.

Die Unterscheidung zwischen einer reakti­ven Thrombozytose und einer Thrombozy­tose im Rahmen einer myeloproliferativen Erkrankung (Polyzythämia vera, essentielle Thrombo­zythä­mie) ist deshalb wichtig, da eine reaktive Thrombo­zytose üblicherweise zu keinem erhöh­ten Thromboserisiko führt und daher auch nicht be­handlungsbedürf­tig ist.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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