Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Gewinnung von Kapillarblut 

Hierbei wird die vorgesehene Punktions­stelle, im Allgemeinen der Ringfinger der linken Hand, durch Reiben oder Erwärmen hyperämisiert und zur Desinfektion mit ei­nem Alkohol getränkten Tupfer abgerie­ben. Nach dem Trocknen wird mit einer sterilen Lanzette ca. 2-3mm tief eingesto­chen und die ersten austretenden Blut­tropfen werden mit einem trockenen Tup­fer abgewischt. Jedes Drücken der Punk­tionsstelle ist zu vermei­den, da austreten­der Gewebesaft die Blutprobe verfälscht. Das nachfolgende Blut wird mittels ei­ner Pipettierhilfe für die Zählung der Blut­kör­perchen und die Bestimmung des Hämo­glo­bins in die erforderlichen Zählpi­petten aufge­zogen.

Nachteile der Kapillarblutentnahme:

Verdünnung durch austretende Gewebe­flüssig­keit, Infektionen bei Patienten mit Abwehr­schwä­che, nur geringe Mengen möglich, was allerdings bei Kindern auch ein Vorteil sein kann, Probe muss schnell weiter verarbeitet wer­den.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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