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Lexikon zum Laborbefund

Manuelle Methode

Als Methode der Wahl gilt die Cyanhä­miglo­binmethode, d.h. die photometrische Mes­sung des Hämoglobins durch Um­wandlung in das sehr stabile Cyanhä­miglobin.

Dabei wird das Hämoglobin (mit Fe++) durch Ka­liumhexacyanoferrat (III) zu Hä­miglobin oxi­diert. Dieses reagiert mit Kali­umcyanid zu dem stabilen Cyanhämiglo­bin, das ein Ab­sorptions­maximum bei 546 nm besitzt. Durch Zusatz ei­nes geeigne­ten Detergenz wird die Reaktion be­schleunigt, so dass die Messung am Photometer nach wenigen Mi­nuten erfol­gen kann.

 

Durchführung der manuellen Methode (rou­tine­mäßig nur extrem selten bei Ausfall der  elektro­nischen Geräte eingesetzt):

In einer Hämoglobinpipette werden 20 µl Blut luftblasenfrei mit der Pipettierhilfe aufgezo­gen und der Inhalt in ein sauberes Reagenzglas, das 5 ml sogenannter Trans­formationslösung enthält, eingebla­sen.

Die Transformationslösung enthält Kalium­hexa­cyanoferrat (III), Kaliumcyanid,  Kali­umdihdy­rogenphosphat und Sterox als De­tergenz.

Die Pipette wird dann mehrfach durch Auf­ziehen und Ausblasen von der Lösung durchgespült. Die Lösung ist giftig, daher sollte man außeror­dentlich vorsichtig sein. Nach einer Wartezeit von mindestens 5 Mi­nuten wird das Hämolysat in eine Kü­vette von 1 cm Schichtdicke überführt und im Photometer bei 546 nm gegen Trans­for­ma­tionslösung als Reagentienleerwert gemes­sen. Von der Extinktion der Haupt­werte ist diejenige, die für die Transforma­tionslösung ermittelt wurde, abzuziehen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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