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Lexikon zum Laborbefund

Zentrifugationsmethode

Die Zentrifugationsmethode hat im modernen Labor nur noch historische Bedeutung. Hierbei wird ungerinnbar gemachtes Blut, in der Regel EDTA-Blut, so lange zentrifu­giert, bis keine wei­­tere Sedimentation der roten Blutkör­perchen mehr erfolgt. Dazu werden spezielle Hä­ma­tokritkapillaren verwendet, die nach der Blut­ab­nahme mit einem Spezialkitt verschlossen wer­den.

Diese werden mittels einer Spezialzentri­fuge zentrifugiert und der Hämatokrit mit Hilfe eines Auswertegeräts bestimmt. Die Fehlermöglich­kei­ten bei einer direkten ka­pillären Abnahme ent­sprechen denen bei der Hb-Bestimmung. Ge­webeflüssigkeit kann die Probe verdünnen, bei der venö­sen Abnahme ist unbedingt auf eine gute Durchmischung der Probe zu achten. Bei stark erhöhten Leukozytenzahlen, bei­spielsweise bei Leukämien, findet man über der Erythrozyten­säule eine gelblich, weiße Schicht von Leukozyten. Selbstver­ständlich wird nur das obere Ende der Erythrozytensäule ausgewertet.

Normbereich:

Männer zwischen 39 und 52 %

Frauen zwi­schen 36 und 46 %


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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