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Lexikon zum Laborbefund

Ery­throzyten (MCV)

Von eben so großer Bedeutung ist das Volumen bzw. der Durchmesser der Erythrozyten. Dazu ge­hört, entsprechend dem Farbstoffgehalt der Ery­throzyten, die mikroskopische Beurteilung der Erythro­zytengröße im Blutausstrich, wie sie bei der Differenzierung jedes Blutausstrichs vor­genommen wird.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass mittlere Erythrozytenvolumen rech­nerisch zu ermitteln. Wie beim mittleren corpusculären Hämoglobin­gehalt (MCH) ergibt sich ein Durch­schnittswert, der al­lerdings nichts über die Streubreite der Erythrozytenvolumen aussagt.

Die Be­rechnung des mittleren corpusculären Volumen (MCV) erfolgt auf folgender Grund­lage:

                        Hämatokrit in %  · 10

MCV [fl] = ________________________________

                   Erythrozyten [Millionen/µl]

Zellen die kleiner als 83 fl bzw. größer als 99 fl sind, werden als mikrozytär bzw. makrozytär be­zeichnet.

Normbereich: 83 - 99 fl

In elektronischen Zählgeräten wird auf Grund der Größe der Widerstandsän­derung die­ses mittlere korpuskuläre Vo­lumen gemessen und eine entsprechende Volumenverteilungs­kurve er­mittelt.

Bei manuellen Bestimmungen ermittelt man den Hämatokrit durch Zentrifuga­tion und berech­net das MCV, bei Zählgeräten wird das MCV be­stimmt und der Hämatokrit berechnet.

Auch hier ein Rechenbeispiel: Bei einem Hä­ma­tokrit von 45 % und 5 Millionen Ery­throzyten/µl ergibt sich:

               45 · 10

MCV = ___________ = 90 fl

                   5


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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