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Lexikon zum Laborbefund

Kapillarelektrophorese

Die Kapillarelektrophorese ist ein speziel­les elektrophoretisches Trennverfahren, bei dem die Trennung in mit Elektrolytlö­sung gefüllten Ka­pillaren erfolgt. Durch Anlegen von Hochspan­nung werden gela­dene Moleküle auf Grund un­terschiedli­cher Ladungszahl und Mobilität ge­trennt. Bei der Kapillarelektrophorese überlagert der elektroosmotischer Fluss (EOF ) meist die elektrophoretische Wanderung und wird im UV-Bereich photometrisch detek­tiert. Die im Strah­lengang befindliche Quarzglaskapillare dient da­bei selbst als Küvette.

Die Probenvolu­mina betragen nur wenige Nano­liter. Typische Analy­sen­zeiten liegen zwischen zwei und zehn Mi­nu­ten, zudem ist die Möglich­keit der Au­to­matisie­rung besser als bei der her­kömmlichen Elektrophorese. Augenblickli­che Anwendungs­möglichkeiten sind die klassische Serume­lektrophorese (cave: b-Fraktion ist in zwei Frak­tionen unterteilt), die Hä­moglobine­lek­tropho­rese, die Immunfiationse­lektro­phorese sowie die Be­stimmung von CDT (Carbohydrate Deficient Transferrin).


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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