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Lexikon zum Laborbefund

Exkurs Schilling-Test

Für die Diagnose der perniziösen Anämie wurde früher zusätzlich der Schilling-Test eingesetzt. Dem nüchternen Patienten wird radioaktives Vitamin B12 zum Schlu­cken gegeben und 2 Stun­den später eine Überdosis B12 intramusku­lär injiziert. Diese Überdosis fördert die Aus­scheidung des aus dem Darm resorbierten, aber noch nicht in der Leber abgebundenen ra­dioakti­ven Vitamins durch die Nieren. Der Urin wird ge­sammelt und der radioaktive Vitamin B12-Gehalt gemessen.

Erscheint nun kein radioaktives Vitamin B12 im Urin, liegt eine solche Vitamin B12 Resorptions­störung vor. Kommt es unter gleichzeitiger Zu­fuhr von Intrinsic-Faktor zur Normalisierung des Tests, ist die Di­agnose einer perniziösen Anämie gesi­chert. Andernfalls liegt eine Resorptions­stö­rung anderer Ursache vor. Heute wird dieser Test nicht mehr eingesetzt.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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