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Lexikon zum Laborbefund

Thrombozytenzählung

Die zuverlässigste Art der Zählung der Blutplätt­chen ist eine automatische, elekt­ronische Zäh­lung mit einem Zählgerät. Dabei werden Erythrozyten und Thrombozyten der Blut­probe rein grö­ßenmäßig unterschieden. Bei besonders kleinen Erythrozyten oder besonders gro­ßen Thrombozyten kann es zu Über­schnei­dungen der beiden Fraktionen und somit unge­nauen Werten kommen. In sol­chen Fällen kann eine Kammer­zählung, ähnlich der der Leukozy­ten oder Erythro­zyten, angeschlossen werden.

In seltenen Fällen kann eine mikroskopi­sche Zählung im nach PAPPENHEIM ge­färbten Blutausstrich durchgeführt werden (Thrombozy­tenzählung nach FONIO). Pro Gesichtsfeld wer­den alle Erythrozyten ge­zählt, deren Zahl man notiert. Ebenso werden die in diesem Ge­sichts­feld vor­handenen Thrombozyten gezählt und auf­geschrieben.

An verschiedenen Stellen des Ausstrichs werden insgesamt 1000 Erythro­zyten ausgezählt und die in diesen Gesichtsfel­dern ge­fundene Thrombo­zyten summiert. Diese relative Thrombozyten­zahl (Thrombozyten pro 1000 Erythrozy­ten = %o Thrombozyten) geht in die weitere Berech­nung ein. Zur Berechnung der Thrombozyten pro µl Blut müssen die Ery­throzy­ten pro µl Blut bekannt sein. Dar­aus wird die Anzahl der Thrombozyten pro µl Blut be­rechnet.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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