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Lexikon zum Laborbefund

Hämostaseologie

An der Blutstillung sind viele Systeme unter wechselseitiger Beeinflussung beteiligt, das vaskuläre, das thrombozytäre System, das plasmatische Gerinnungssystem und das fibrinolytische System. Durch Kontraktion der Gefäße kommt es zur Vasokonstriktion, das thrombozytäre System sorgt durch Aktivierung der im Blut zirkulierenden Blutplättchen (Thrombozyten) für eine rasche Anlagerung eines Thrombozyten-Gerinnsels an eine defekte Stelle im Blutgefäß. Das plasmatische Gerin­nungs­system besteht aus 13 Gerinnungsfaktoren (I-XIII; außer IV alles Eiweiße), die das Gerin­nsel durch Bildung eines festen Eiweißnetzes (Fibrinnetz) stabilisieren. Das fibrinolytische Sys­tem ist schließlich dafür verantwortlich, das Fi­brinnetz wieder aufzulösen bzw. auf ge­schädigte Bereiche zu beschränken.

Grundsätzlich ist bei Störungen der Hä­mostase das Gleichgewicht zwischen Ge­rinnungspoten­tial und den entsprechen­den gegensätzlich wir­kenden Systemen, den Inhibitoren und dem fi­brinolytischen Potential gestört. Eine Vermin­de­rung des  Gerinnungspotentials  führt zu einer Blu­­tung, eine Steigerung zu einer Throm­bose, beides kann lebensbedrohlich sein.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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