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Lexikon zum Laborbefund

Lipoproteinelektrophorese

Die Lipoproteinektrophorese beruht auf der elek­tro­­phoretischen Auftrennung und qua­litati­ven Be­­wer­­tung der Lipoproteine. Diese müssen mit den quantitativen Be­stimmungen nicht voll­ständig über­einstimmen.

Bei Auftrennung in der Lipoproteinektropho­rese blei­ben die Chylomikronen, tropfen­förmige Fett­par­tikel von 0,5 - 1,0 µm Durchmesser, an der Auf­tragsstelle liegen. Chylomikronen erreichen über die Lymphe des Darms den Blutkreislauf und über ihn Leber. Sie bestehen zu ca. 90 Pro­zent aus Triglyzeriden und zu etwa Prozent aus Cholesterin. Chylomikronen werden durch Ab­spal­tung der Triglyceride zu kleineren Chylo­mikro­nen-Remnants abgebaut. Nach achtstün­di­ger Nahrungskarenz sind keine Chylo­mikronen im Blut mehr nachweisbar.

VLDL (Very-Low-Density-Lipoproteins) und IDL (Intermediate-Density-Lipoproteins) wan­dern in der prä-beta-Bande, LDL (Low Density Lipopro­teins) in der beta-Bande und HDL (High-Density-Lipoproteins) in der alpha-Bande.

Indikationen für die Lipoproteinektrophorese sind die Eingruppierung einer Fettstoff­wech­selstörung nach Fredrickson sowie der Aus­schluss bzw. Hin­weis auf die ge­fährli­che Dys­betalipo­pro­teinä­mie (Typ III Hyperlipi­dämie), die bei gleich­zeitiger Vermehrung von Cho­lesterin und Triglyce­riden möglich ist. Weitere Ein­zelheiten finden sich im Kapitel „Fett­stoff­wechsel“. Die quantitative Auswertung erfolgt dann mit Hilfe eines Densitometers.

Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Fa. Sebia

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Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Fa. Sebia


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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