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Lexikon zum Laborbefund

Thrombozytäres System

Thrombozytopenien können durch eine vermin­derte Plättchenbildung, z. B. durch Medikamente oder durch Verdrängung bei leukämischer Markinfiltration, oder durch gesteigerten Plätt­chenabbau, immunolo­gisch bedingt, bei bakteri­ellen Infekten oder auch bei einer Verbrauchsko­agulo­pathie, auftreten.

ITP

Man unterscheidet je nach Verlauf akute und chronische Thrombozytopenie. Aku­tes Auftreten beobachtet man bei Leuko­sen, Infektionen sowie bei der akuten idi­opathischen Thrombozytopenie (M. Werl­hoff). Die akute ITP hat einen Häufig­keits­gipfel im Kindergartenalter, die chronische ITP einen Gipfel im Erwachsenenalter. Ur­sachen sind thrombozytäre Antikörper.

TTP

Die TTP (thrombotisch-thrombozytopeni­sche-Purpura) imponiert durch neurologi­sche Sym­pto­me, eine hämolytische Anämie sowie Nieren­schä­­den und Fieber. Als Pathomechanismus wird eine primäre Endothel­schädigung mit nachfol­gender Thrombenbildung diskutiert.

Hä­molytisch-Urämische Syndrom (HUS)

Klinisch und pathologisch ähnlich ist das Hä­molytisch-Urämische Syndrom (HUS). Es ist durch folgende Trias gekennzeich­net: Thrombo­zytopenie, Urämie und intra­vasale Hämolyse.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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