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Lexikon zum Laborbefund

Immunfixationselektrophorese

Das Prinzip der Immunfixationselektropho­rese ist eine elektrophoretische Trennung der Prote­ine in Serum oder Urin und eine sich anschlie­ßende Immunreaktion mit der Bildung von Anti­gen-Antikörperpräzipita­ten. Dabei werden ge­wöhnlich sechs un­terschiedliche „Spuren“ für die verschie­denen Antiseren verwendet. Entlang der Wanderungsachse der Proteine bilden sich Antigen-Antikörperkomplexe, die in der Poren­struktur des Gels festgehalten werden. Auf die erste Elektrophoresespur wird ein reines Protein­fällungsmittel gege­ben, womit man eine Refe­renzelektropho­rese des Patienten erhält. Auf die restli­chen fünf Spuren werden Antikörper ge­gen Immunglobulin A, G und M sowie die beiden Leichtketten Kappa und Lambda gegeben.

Durch Auswaschen aus dem Gel werden die lös­lichen, nicht am Gel fixierten Prote­ine mit NaCl entfernt. Anschließend wird das Gel getrocknet und dann mit einem proteinspezifischen Farb­stoff gefärbt, der so die spezifischen Präzipitati­onsbanden sichtbar macht.

Description: 4IF

Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Fa. Sebia

Eine Interpretation der Ergebnisse erfolgt durch optischen Vergleich der spezifi­schen Protein­banden mit dem elektropho­retischen Muster des Referenzproteins (SPE). Bei monoklonalen Gammopathien findet man bei der betroffenen Immunglo­bulinklasse und der entsprechenden Leichtkette jeweils korrespondierend scharfe Banden, während polyklonale Gammopathien eine diffuse Anfärbung über den gesamten Be­reich zei­gen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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