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Lexikon zum Laborbefund

Methoden zur Erfassung von Vaso­pathien

Eine einfache Methode ist die Bestim­mung der subaqualen  Blutungszeit nach Marx, bei der man die Fingerbeere der Probanden sticht und dann den Finger in auf 37° temperiertes Was­ser taucht. Das Blut fließt fadenförmig heraus und stoppt nach ca. 2- 3 Minuten. Diese Blu­tungszeit hängt von der Reaktion der Gefäße, den Throm­bozyten und dem v. Willebrand-Fak­tor ab.

Beim Rumpel-Leede Test wird für 5 Minu­ten mit einer Blutdruckmanschette ein 10 mm Hg über dem diastolischen Blutdruck liegender Druck aufrechterhalten, der ent­sprechend der Gefäß- und Thrombozy­tenfunktion zu unter­schiedlich starken Pe­techien führt. Mit einer Saugglocke kann entsprechend ein Unterdruck mit resultie­renden Petechien erzeugt werden. Zahl und Stärke der Petechien können dann be­urteilt werden.

Alle Verfahren sind sehr umständlich, in der Routine wird ganz selten noch die Blu­tungs­zeit ein­ge­setzt. Wichtig ist, dass plasmatische Gerin­nungsfaktoren nicht erfasst werden, d. h. ein Pati­ent mit Hämophilie kann eine normale Blu­tungszeit haben.

Voraussetzungen zur Erzielung zuver­lässiger ge­rinnungsphysiologischer Untersuchungser­geb­nisse


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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