Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Regelrechte Blutentnahme

Soll in einem Gerinnungstest das Intrinsic-Sys­tem oder einer der daran beteiligten Fakto­ren überprüft werden, darf kein Ge­webefaktor III in die Probe kommen. Da­her sollten nach Punktion der Vene zu­nächst die Röhrchen ge­füllt werden, aus denen sowieso Serum ge­wonnen werden soll.

Wird das Blut nicht so­fort nach der Ent­nahme sorgfältig mit dem Antikoagu­lans ge­mischt, so kann es zur Bil­dung von Gerinnseln und damit zum Verbrauch von Gerinnungsfakto­ren kom­men. Daher sollte jede Gerinnungsprobe - z. B. durch Kip­pen des Röhrchens - darauf ge­prüft wer­den, ob sie frei von Fibrinfäden ist, an­dernfalls ist sie zu verwerfen.

Die eingesandten Proben sind möglichst inner­halb von ein bis maximal zwei Stun­den nach der Blutentnahme zu zentrifugie­ren. Die Ana­lyse von Blutproben  muss dann innerhalb we­niger Stunden nach der Entnahme erfolgen. Exakte Zeitspannen, in denen gerinnungsphy­siologische Unter­suchungen durchzuführen sind, sind schwer zu quantifizieren, da die Haltbar­keit ein­zelner Faktoren von vielen Um­ständen abhängig ist; wie bereits er­wähnt sind die Faktoren V und VIII äu­ßerst lagerungsla­bil, womit in der Rou­tine dann insbesondere die PTT betroffen ist. Thrombozytär bedingte hämorraghische Diathe­sen können entweder durch eine Verminderung der Plättchenzahl oder durch eine Störung der Plättchenfunktion verursacht sein.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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