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Lexikon zum Laborbefund

Plasmatische Gerinnungstests

Prinzip der meisten gerinnungsphysiologi­schen Tests beruht darauf, dass man den Zeit­punkt be­stimmt, zu dem Fibrin in Form eines Gerinnsels nachweisbar wird,  bei decalcifi­zierten Proben vom Zeitpunkt der Calciumzu­gabe ab.

Bei Verwendung von Kugelkoagulometern ist der Endpunkt der Reaktion dadurch gegeben, dass eine zunächst starr in der Lösung lie­gende Stahlkugel durch sich bildende Fibrin­fäden mit­gerissen wird und hierdurch der vor­handene magnetische Sensor ein Signal aus­löst. Moderne Ana­lyzer erfassen photo­optisch (Turbidometrie) diesen End­punkt und sind da­her besser für große Messreihen ge­eignet. Die Untersu­chungs­metho­den lassen sich folgen­der­maßen unter­scheiden:

Globaltests

Sie geben Aufschluss über die Funktion aller zur Fibrinbildung führenden Reaktio­nen. Die Glo­baltests sind recht unemp­findlich, daher werden nur schwere Gerin­nungsstörungen er­fasst.

 

Phasentests

Mit diesen Verfahren kann ein Defekt in einer der Phasen des Gerinnungssystems lokalisiert werden.

Faktorentests

Durch Verwendung eines Mangelplasmas ist eine quantitative Bestimmung der Akti­vität ein­zelner Faktoren möglich.

Zusammengefasst umfassen Globalteste entwe­der das endogene oder exogene System, Pha­senteste  entweder die 3 Phase oder bilden eine Kombination meh­rerer Tests.  Faktoren­bestim­mungen wer­den nach Lokalisation der genauen Phase des Defekts durchgeführt.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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