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Lexikon zum Laborbefund

PTT

Einer der beiden wichtigsten Globaltests ist die akti­vierte Partielle Thromboplastinzeit (aPTT, PTT). Die endogene Gerinnung kann nicht nur durch den Plättchenfaktor 3 aus den Thrombozy­ten, sondern auch durch andere Phospholipide ein­geleitet werden. Man gibt nur ein solches Phospholipid, zusammen mit einer oberflächen­aktiven Substanz und Cal­cium-Ionen zum Patien­tenplasma und misst die Zeit, bis sich ein Gerinnsel bildet.

Mit Ausnahme von Plättchenzahl und Funk­tion wird damit das gesamte endo­gene System, also die Faktoren II, V, VIII, IX, X, XI, XII und das Fibrinogen geprüft. Nicht erfasst wird der fibrin­stabilisierende Faktor, der Faktor XIII. Die Me­thode ist nur mäßig empfindlich; erst bei Akti­vitäts­minderungen einzelner Fak­toren unter 50% sind pathologische Zeiten zu erwar­ten. Inhibito­ren wie Heparin und Spalt­pro­dukte führen eben­falls zu verlängerten Zeiten. Inwieweit patholo­gisch verkürzte Zei­ten bei korrekter Blut­ab­nahme (kein Zusatz von Gewebefaktor 3) als Zeichen einer ver­stärken Gerin­nungsbereitschaft gedeutet wer­den kön­nen, ist umstritten.

Transport: bei Raumtemperatur Transportzeit kritisch (maximal 4 Stunden)

Normbereich: 28 bis 40 Sekunden


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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