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Lexikon zum Laborbefund

Thrombinzeit (TZ)

Die Thrombinzeit dient zur Erfassung der drit­ten Gerinnungsphase.  Das Prinzip ist folgendes: die Gerinnungszeit von unver­dünntem Citrat­plasma wird nach Zusatz einer kleinen Menge Thrombin bestimmt.

Eine Verkürzung der Thrombinzeit ist dia­gnos­tisch ohne Bedeutung. Ist die Throm­binzeit ver­längert, kann dies verschiedene Gründe haben.

Heparin ist im Plasma vorhanden. Die Throm­binzeit reagiert sehr empfindlich auf das Vorhan­densein von Heparin und kann daher zur Ein­stellung der Heparin-Thera­pie, weniger auch bei einer Therapie mit direkten Thrombininhibitoren (DTI),  eingesetzt wer­den. Auch kann die Fibri­nogen­konzentration entwe­der durch eine Ver­brauchs­­koagulo­pathie oder durch eine Hyper­fi­bri­nolyse vermindert sein.

Schließlich kann eine Verlängerung der Throm­binzeit auch durch eine Fibrin­poly­merisati­ons­stö­rung bedingt sein. Häu­figste Ur­sache sind hier Spaltprodukte bei einer Hyper­fibrinolyse, seltener auch bei Paraproteinämien, Urämie und Leberer­krankungen.

Der Normbereich der Thrombinzeit ist keine abso­lute Größe, sondern von der Stärke der ver­wendeten Thrombinlösung abhän­gig. Er beträgt ca. 10- 15 Sekunden.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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