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Lexikon zum Laborbefund

Anti-Faktor-Xa-Aktivität

Zum Monitoring der Therapie von nieder­mole­kularen Heparinen und Heparinoiden sowie der Faktor-Xa-Hemmer ist die PTT nicht geeignet. Aufgrund ihres Wirkprinzips kann die Therapie dieser Substanzen mit der Anti-Faktor-Xa-Messmethode überwacht werden. Da­bei wird nach Vorlage ei­ner definierten Menge Faktor Xa die im Plasma vorhan­dene Anti-Xa-Aktivität wirksam und es kommt zu einer entsprechenden Hem­mung des Substratumsatzes. Das Mess­sig­nal ist aufgrund der unterschiedlich ausgeprägten Anti-Xa-Wir­kung der Hepa­rine unter­schiedlich. Der Test muss daher für jede Substanz­klasse mit der ent­spre­chenden Refe­renz­substanz kalibriert wer­den. Da der Anti-Faktor-Xa-Aktivitätstest nur ein Oberbegriff für das Messprinzip ist, muss bei Anforderung das verabreichte Medikament (z. B. NMH oder Rivaroxaban) an­gegeben wer­den, da sonst eine Beurteilung nicht möglich ist.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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