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Lexikon zum Laborbefund

Faktor V

Faktor V, auch Proaccelerin genannt, wird in der Leber und Me­g­a­karyozyten synthetisiert. Zusammen mit Phospholipiden, Calciumionen und Faktor Xa bildet er den Prothrombin­aktivator, wobei er verbraucht wird und daher im Serum nicht mehr nachweisbar ist. Seine Inaktivierung erfolgt durch Spaltung durch akti­viertes Protein C (s. APC-Resistenz). Zusätzlich bewirkt er als Kofaktor die Inaktivierung von FVa und FVIIIa und hat somit auch  anti­koa­gulatorische Eigenschaften. Die Plasmakon­zen­tration beträgt ca. 7 µg/ml.

Biologische Halbwertszeit: 12-15 Stunden.

Indikation: Differenzierung einer verlängerten aPTT oder pathologischen Thromboplastinzeit, Verdacht auf FV-Mangel bei hämorrhagischen Diathese, Therapiekontrolle bei Marcumar­thera­pie, Thrombosen

Transport: bei Raumtemperatur max. Trans­portzeit kritisch (ab 2 Stunden)

Methode: Patientenplasma wird mit einem Faktor V-Mangelplasma verdünnt. Dadurch wird die Faktor V-Aktivität des Patientenplasmas in der nachfolgenden Thrombo­plastinzeit­bestim­mung zur bestimmenden Komponente. Bei der turbidimetrischen Messung wird die Gerinnungs­zeit in Sekunden ermittelt und diese Zeit auf eine Standardkurve, die mit einem Normalplasma erstellt wurde, bezogen.

Normbereich: 70-120 %


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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