Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Faktor XIII = fibrinstabilisierender Faktor

Faktor XIII wird in Leber und Megakaryozyten synthetisiert. Als Tranglutaminase hat er die Funktion, das als Dop­pelstrang noch in Mono­chlores­sig lösliche in unlösliches Fibrin, welches als dreidimensionales Netzwerk ent­steht, querzu­vernetzen und so für einen stabilen Wund­ver­schluss zu sorgen. Eine verringerte Neigung zu Thrombosen bei gleichzeitig erhöhtem Risiko für cerebrale Blutungen wird ferner durch eine bekannte Punktmutation im Gen des Faktor XIII (Fibrinstabilisierender Faktor) verursacht. Im Plasma sind bis zu 15 μg/ml vorhanden, im Se­rum ist er kaum noch nachweisbar. Ein Faktor XIII-Mangel wird durch die klassischen Glo­baltests nicht erfasst.

Biologische Halbwertszeit: 120-200 Stunden.

Indikation: Un­klare Wundheilungsstörungen, Kon­trolle einer Substitutionstherapie bei be­kanntem FXIII-Mangel

Methode: Messtechnisch wird durch Zusatz von Thrombin Fibrin gebildet und damit Faktor XIII zu Faktor XIIIa aktiviert. Aktivierter Faktor XIII bildet dann aus einem gluta­minhaltigen Peptid­substrat Ammoniak, das photometrisch gemes­sen werden kann. Die Befundmitteilung erfolgt in Prozent der Norm.

Normbereich: 70-140 %


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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