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Lexikon zum Laborbefund

Antithrombin-III

Bei AT-III- Werten unter 70 % besteht eine er­höhte Gefahr von Thrombosen. Liegt der Spiegel gar unter 50 %, sind relativ  regelmäßig throm­bo­embolische Ereig­nisse zu beobachten. Solche niedrigen AT-III- Werte können angeboren, aber auch bei Lebererkrankungen und nephroti­schem Syndrom erworben sein.

Das Antithrombin in der zu messenden Probe in­aktiviert zusammen mit dem im Reagenz be­findlichen Heparin ebenfalls vorgelegten akti­vierten Faktor X (Faktor Xa). Verbleibender Rest-Faktor Xa wird photometrisch bestimmt und ist umgekehrt proportional zur AT-Aktivität.

Als immunologische Bestimmung bildet An­tithrombin der Probe mit einem spezifi­schen Antikörper Immunkomplexe. Die da­durch ent­ste­hende Trübung wird nephe­lometrisch oder turbidimetrisch gemessen und ist der Konzentra­tion, nicht der Akti­vität proportional.

Normbereich: größer 80 %


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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