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Lexikon zum Laborbefund

APC-Resistenz

Die APC-Resistenz ist in der Regel angebo­ren und entsteht durch eine Punktmutation des Fak­tor V (Faktor V Lei­den). Bedingt durch diese Ver­­­änderung kann aktiviertes Protein C den mu­tierten Faktor Va nicht spalten. Menschen, die da­ran leiden, sind anfälliger für Throm­bose, da die gerinnungshemmende Wir­kung des so ge­nannten aktivierten Prote­ins C, kurz gesagt APC, geschwächt wird. Das Risiko, eine APC-Resis­tenz zu ha­ben, steigt, wenn beide Elternteile den Gendefekt vererben. Eine pathologische APC-Resistenz findet sich bei 20-50 % al­ler jüngeren Patienten mit einer Throm­bose und bedeutet bei Einnahme oraler Kontrazeptiva ein 30-fach er­höhtes Risiko für Thromboembolien.

Zur Bestimmung wird Patientenplasma mit Faktor V-Mangelplasma gemischt und dann die PTT mit und ohne Zugabe einer definierten Pro­tein-C-Menge gemessen. Das Ergebnis wird als Ratio angegeben. Eine orale Antikoagu­lan­tientherapie mit Vitamin K-Anta­gonisten be­ein­flusst das Ergebnis nicht, hohe Heparin­spiegel und hochtitrige Antiphospho­li­pid­antikörper hin­gegen schon.

Normbereich: kleiner 1,8


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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