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Lexikon zum Laborbefund

Protein Z

Protein Z ist ein in der Leber synthetisierter Vitamin-K-ab­hängiger Faktor und gehört zum aus den Faktoren II, VII, IX und X und den inhi­bitorischen Proteinen C und S bestehenden Prothrombinkomplex; Protein Z ist Cofaktor des Serpins ZPI, dem Protein Z abhängiger Protease-Inhibitor. Selbst besitzt Protein Z keine Enzymaktivität, der Komplex aus PZ und ZPI jedoch begrenzt Faktor Xa in seiner Aktivität.

Ein Mangel an PZ erhöht das Risiko für Thrombembolien vor allem bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom, ansonsten steigert ein Protein Z-Mangel das Risiko für venöse und arte­rielle Thrombosen in etwa um den Faktor 3. Akutes Koronar­syndrom (ACS) und Apoplexe sind häufig mit verminderten Protein Z vergesellschaftet.

Die Bestimmung des PZ ist zur Zeit allenfalls als Thrombosemarker der „2. Linie“ einzusetzen. Eine Marcumar-Therapie vermindert – wie auch Pro­tein C und S – ebenfalls die PZ-Werte.

Normbereich:1000 bis 4000 ng/ml, zwischen 800 und 1000 ng/ml beginnt die Grauzone


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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