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Lexikon zum Laborbefund

Verbrauchskoagulopathie

Die Verbrauchskoagulopathie ist kein ei­genstän­diges Krankheitsbild, sondern eine pathologische Veränderung des Hä­mostasesystems, die in Folge verschiede­ner Erkrankungen auftreten kann. Ge­wöhnlich bleibt die Gerinnung auf den Ort der Verletzung begrenzt. Bei einigen Er­krankungen kann es jedoch generalisiert zu einer Mikrothrombosierung kommen, die zu einem Verbrauch von insbesondere Fibrinogen, Faktor V und VIII führt und da­durch lokal zu Mikroem­bolisierungen, ei­nem generalisierten Mangel an Thrombo­zyten und anderen Gerinnungsfaktoren so­wie einer reaktiven Hyperfibrinolyse führt.

Bei einer Operation an Geweben mit ei­nem ho­hen Anteil an Aktivatoren der Fibrinolyse wie Uterus oder Prostata kann es zu einer gesteiger­ten Plasminaktivität kommen, so dass eine pri­märe Hyperfibri­nolyse entsteht. So kann es eben­falls zu einer hämorrhagischen Diathese kommen.

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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