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Lexikon zum Laborbefund

IgG

Das IgG, ca. 75 Prozent der Gesamtim­mun­glo­bu­­line, wird bei einer Erstinfektion erst nach eini­­gen Wochen gebildet. Der Nachweis von spe­­zifischen IgG-Antikör­pern spricht immer für einen bereits länger zurückliegenden Kontakt mit dem fragli­chen Erreger; es ist die Antikör­perklasse, die auch nach Impfungen gebildet wird und deren Nachweis dann bei dem ge­wün­schten Immunschutz möglich ist (z. B. Ma­sern, Mumps, Röteln etc.).

IgG befindet sich überwiegend im Plasma und besteht aus vier Subklassen. IgG tritt als einzi­ges Immunglobulin von der mütterlichen Blut­bahn in den Blut­kreislauf des ungeborenen Kin­des und gewährt so einen wichtigen Infektions­schutz für das Neugeborene sogar über die Ge­burt hin­aus.

Verminderte Werte finden sich bei ange­borenen Immunglobulinmangel-Syndro­men sowie er­worbene Immunglobulin­mangel-Syndrome (Im­mun­globulinverlust-Syndrome, Erkrankun­gen des Knochen­marks, Tumoren des lymphati­schen Sys­tems).

Erhöhte Werte mit polyklonaler Immunglo­bulin­vermehrung werden bei chronischen Infektionen und  Autoimmunerkrankungen erwartet. Erhöhte Werte mit monoklonaler Immunglobulinvermeh­rung sprechen für eine monoklonale Gammo­pathie.

Normbereich: 700 bis 1600 mg/dl


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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