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Lexikon zum Laborbefund

IgA

IgA, Molekulargewicht zwischen160.000 und 385.000 kD wird im Blut und allen Sek­reten vor­gefunden. Seine Funktion besteht vor allem in der örtlichen Abwehr von Fremdkörpern auf den Schleimhäu­ten. Häufig werden Krankheitserre­ger und Allergene schon durch IgA abgefangen und neutralisiert. Dringen die Erreger aber tiefer ein, kommt es zu einer Immunreak­tion. Neuge­borene bekommen IgA aus der Muttermilch.

Der Nachweis von spezifischen IgA-Anti­körpern spricht für eine etwas länger zu­rückliegende In­fektion und wird nur selten eingesetzt, da eine Unterscheidung zwi­schen frischer und länger zu­rückliegender Infektion in der Regel bereits mit dem Nachweis von IgM und IgG gelingt.

Verminderte Werte finden sich bei ange­borenen sowie erworbenen Immunglobu­linmangel-Syn­dromen (Immunglobulin­verlust-Syndromen, Er­krankungen des Knochenmarks, Tumoren des lymphati­schen Systems).

Erhöhte Werte mit polyklonaler Immunglo­bulin­vermehrung treten bei chronischen Infektionen und Autoimmunerkrankungen auf. Erhöhte Werte mit monoklonaler Im­munglobulinvermeh­rung findet man bei monoklonalen Gammo­pathien.

Normbereich: 700 bis 400 mg/dl

IgG (Monomer)- und IgM (Pentamer)-Antikörper  (Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Bio-Rad Laboratories)


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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