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Lexikon zum Laborbefund

IgA-Subklassen

IgA findet sich in der Regel als Dimer und kommt auf allen Schleimhautoberflächen des Gastrointestinal-, des Pulmonal- und des Urogenitaltraktes vor. Ein IgA-Mangel ist eines der häufigsten An­tikör­permangelsyndrome. Per­sonen mit IgA-Mangel sind häufig beschwer­de­frei, können aber auch eine gehäufte Infekt­an­fälligkeit,  Atopien und Autoimmuner­kran­kun­gen aufweisen. Etwa 20 % der Pa­tienten mit se­lektivem IgA-Mangel haben ebenfalls einen IgG Subklassen-Mangel.

In Körpersekreten ist das Verhältnis der beiden Subklassen IgA1 zu IgA2 ungefähr gleich hoch,  im Serum etwa 9 : 1.

Rezidi­vierende, sinopulmonale Infektionen mit Haemophilus sp., Neisseria sp. und Clostri­dium sp sind häufig mit einem Man­gel an IgA2, asso­ziiert.

Erhöhte IgA1-Konzentrationen wurden bei Schön­lein-Henoch und bei der primären IgA-Ne­phro­pathie beschrieben, während bei Leber­er­krankungen beide IgA-Subklas­sen erhöht sind.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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