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Lexikon zum Laborbefund

IgD

IgD-Antikörper liegen gemeinsam mit IgM-An­tikörpern auf der Zellmembran von pe­ripheren B-Zellen als Antigenrezeptoren vor. Seine ge­naue Funktion und Bedeu­tung ist letztlich nicht be­kannt. Vermutlich spielt es  bei der Aktivie­rung der B-Lym­phozyten eine Rolle, da es auf der Oberflä­che der B-Lymphozyten lokalisiert ist.

Indikationen zur Bestimmung bestehen beim seltenen Hyper-IgD-Syndrom sowie in der  Verlaufskontrolle des ebenfalls sehr seltenen Multiplen Myelom vom IgD-Typ.

IgD wird im Vergleich zu anderen Antikörpern leicht durch Plasmaproteasen in Fragmente gespalten. Daher wird der Zusatz von Pro­te­ase­inhibitoren (z. B. Benzamidin) und Natrium­azid und eine Lagerung von maximal 48 Stunden bei 2 – 8 °C empfohlen. Für eine längere La­gerung sind die Proben bei mindestens  -20°C einzu­frieren.

Normbereich: 2 bis 100 U/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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