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Lexikon zum Laborbefund

Typ II: Zytotoxische Reaktion

Bei der zweiten Form der allergischen Reaktion, der zytotoxische Reaktion, kommt es zu einer di­rekten Zellschädigung, da diese durch IgG- oder IgM-Antikörper direkt über eine Aktivierung des Komplementsystems angegriffen wird.

Al­lergi­sche Erkrankungen, die zum Typ II zählen, sind  u.a. bestimmte hämolytische Anä­mien, die throm­­­bo­­zyto­penische Pur­pura, die Agra­nu­lozy­tose und allergische Reaktionen im Rah­men von Bluttransfusionen.

Typ 

Pathomechanismus

Diagnostik im Labor

Klinische Bei­spiele

Typ I

IgE ­, Histaminfrei­setzung aus Mastzellen und Basophilen (Sofort­reaktion), Leukotriensynthese (Spätreaktion)

Pricktest Spez. IgE im CAP-RAST ggf. Basophi­len-Degranu-lationstest (BDT)

Allergische Rhi­nitis, Nahrungs­mittelallergien, Asthma, Urtikaria, Anaphylaxie

Typ II

Antikörper-vermittelte zytotoxische Reaktion

Autoimmunhämolytische Anämien, idio­pathische thrombo­zyto­penische Pur­pura, Agranulozytose

Typ III

IgG-Antikörper gegen lösliche Antigene und Allergene, Immunkom-plexbildung und Kom-plementaktivierung

Spez. IgG im CAP-RAST

Allergische Alveo­litis (z.B. Vogel­halterlunge, Far­mer­lunge), Vasku­kulitis, Nephritis, Arthritis

Typ IV

T-Zell-vermittelte Antikörper unabhängige Reaktion (Spätreaktion), entzündliche Infiltrate

Lym­pho­zyten­transforma­tions-Test (LTT)

Kontaktallergien auf Metalle, Kunst­stoffe u.a., Tuberkulin-reaktion

Pathomechanismen und Diagnostik von Allergien


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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