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Lexikon zum Laborbefund

Gesamt-IgE

IgE findet sich vor allem in der Haut und in den Schleimhäuten, die bei allergischen Reak­tionen beteiligt sind. Kommen Allergene auf der Haut und den Schleimhäuten mit IgE in Berührung, kommt es zu  einer Ausschüttung von Me­diato­ren wie Histamin oder Prostaglandi­nen aus den Zellen, die eine allergische Entzün­dungsreaktion hervorrufen.

Jede Sub­stanz kann allergen wirken und die Pro­duktion entsprechender spezi­fischer Anti­kör­per bewirken. IgE-Antikörper binden sich an Mast­zellen und führen bei erneu­tem Aller­gen­kontakt zu ihrer Degranulie­rung, mit ent­spre­chender Freisetzung von Histamin und Prostaglandinen und einer damit verbunde­nen allergischen Sym­pto­matik. Wichtig ist, dass ein Gesamt-IgE im „Normbereich" eine Ato­pie mit stark-posi­tivem spezifischen IgE (EAST) nicht aus­schließt. Ne­ben spezifischen IgE-Anti­kör­pern bilden sich je­doch auch, ins­beson­dere bei chronischer Expo­sition, spezifi­sche IgG- und IgA-Antikörper. IgG- und IgA-Antikörper kön­nen über die Bil­dung von Im­munkomplexen die Komplement­kaskade akti­vieren, was wiederum zur Freiset­zung von Anaphylatoxinen führt.

Indikationen für die Bestimmung von Ge­samt-IgE  bestehen insbesondere bei folgenden Er­kran­­kun­gen: rezidivierende Bronchitis bei Kleinkindern, In­fektasthma, Differentialdiag­nose der Neuroder­mitis, Undurchführbarkeit von Hauttests, Diffe­rentialdiagnose perennia­ler Rhi­no­pathie bzw. Sinupathie, Atopi­sches Asthma bron­chiale, Urticaria, Quincke-Ödem, Hy­posensi­bilisierungs­behandlung, Ver­dacht auf al­lergi­sche Alveolitis, Pilzerkrankun­gen und Para­sitosen.

Normbereich: bis 100 IU/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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