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Lexikon zum Laborbefund

Diaminoxidase (DAO)

Die Aktivität der Diaminoxidase dient zum Nachweis einer Histamintoleranz. Diami­noxi­dase (DAO) ist ein Enzym, das Hista­min ab­bauen kann. Es wird in der Darm­schleimhaut pro­­duziert. Diaminoxidase findet sich in Darm, Leber, Niere und Leu­kozyten. Zu ge­ringe Diami­noxidase-Akti­vitäten führen zu ei­ner Diskrepanz zwi­schen Histaminaufnahme durch Nahrung und Getränke und dem endo­genen His­taminabbau. Ein so entstehender His­ta­min­überschuss kann zu Krankheitssym­ptomen wie Kopfschmerzen, ga­stro­intesti­nalen Beschwerden, Schwindel und Durchfall füh­ren. Betroffen sein sollen von die­ser Erkran­kung, auch Histaminintole­ranz ge­nannt, im­mer­hin 1 % der Be­­völke­rung. Da die Dia­mi­n­oxi­dase auch durch Alkohol und einige Me­­di­kamente gehemmt wird, kann es so eben­falls zu einem His­taminüberschuss mit der ent­spre­chenden Symptomatik kommen. Bei extrem hista­minreicher Ernährung, z. B. bestimmten Käsesorten oder Rotwein, können auch völlig Gesunde erkranken.

Normbereich: unauffällig >80, Graubereich 40 -80, pathologisch <40


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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