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Lexikon zum Laborbefund

Eosinophiles Cationisches Protein (ECP)

Der eosinophile Granulozyt entstammt der om­nipotenten Knochenmarksstammzelle. Er ist eine gewebeständige Zelle, die sich nur ca. 24 Stun­den im Blut aufhält. Das Verhältnis von zirkulie­renden zu gewebe­ständigen Eosi­nophilen beträgt etwa 1:100. Auf verschiedene Stimuli reagiert die Zelle mit der Freisetzung seiner gra­nulären Enzyme und Proteine, so auch von Eosinophilem Cationischem Protein (ECP).

Bereits seit langem wird die Eosinophilie mit zahlreichen entzündlichen und allergi­schen Er­krankungen in Zusammenhang gebracht. Das Eosinophile Cationische Protein wird von akti­vierten eosi­nophilen Granulozyten im akuten Schub ei­ner Neurodermitis, bzw. einer atopi­schen Dermatitis oder eines Asthmaan­falls in das Blut abgegeben. Erhöhte ECP-Konzentrationen korrelieren mit der Krank­heitsaktivität, eine kli­nische Besse­rung ist mit einem Abfall der ECP-Spiegel verbunden. ECP ist daher ein Marker zur Objektivierung der klinischen Symptomatik bei allen allergi­schen Erkrankungen und eignet sich für ihre Therapie- bzw. Ver­laufskontrolle. Er­höhte ECP-Werte können auch bei anderen Er­kran­kungen, die zu einer Aktivierung der Eosi­nophilen führen, festgestellt werden. Dazu ge­hö­ren Auto­immunerkrankungen und parasitäre Er­kran­kungen.

Indikationen für die Bestimmung von ECP be­ste­hen bei folgenden Erkrankungen und ihren Verlaufskontrollen:

Asthma bronchiale, Neurodermitis, atopi­sche Dermatitis, endogenes Ekzem, Auto­immuner­krankungen, Parasitosen.

Normbereich: bis 24 µg/l

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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