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Lexikon zum Laborbefund

De-Ritis-Quotient

Der De-Ritis-Quotient, der Quotient GOT durch GPT, lässt eine Aussage über die Schwere einer Leberzellschädigung zu. Die GPT (ALT) ist le­ber­spezifisch und weist ihre höchste Aktivität im Zytoplasma der Zellen auf. Die GOT (AST) ist nicht leberspezi­fisch und liegt überwiegend in den Mito­chondrien, weniger im Zytoplasma vor. Je mehr mitochondriale Enzyme, also GOT frei­ge­­setzt werden, desto schwerwiegen­der ist die Le­­­berschädigung.

Ein De-Ritis-Quotient < 1 spricht also für einen eher geringen Leberscha­den, ein großer Quo­tient > 1 für einen eher schwe­­re­ren Leber­schaden bei chronische Hepa­titis oder  Le­berzirrhose. Der De-Ritis-Quotient kann auch bei einem akutem Herzinfarkt (GOT>GPT) erhöht sein. Die Berechnung des De-Ritis-Quotienten ist nur bei hohen GOT/GPT-Werten sinnvoll.

Normbereich:  0,6 - 0,8


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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