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Lexikon zum Laborbefund

Lupus erythematodes

Der Lupus erythematodes  (LE) ist eine Auto­immunerkrankung und wird zu den Kol­lage­nosen gerechnet. Seine genaue Ursache ist ge­gen­wärtig noch unklar. Klinisch zeigt sich beim systemischen Lupus erythematodes (SLE) ein ty­pisches Schmetterlingserythem, diskoide Haut­veränderungen, eine Photosensibilität, Schleim­hautulzerationen, akute Polyarthritis, Serositis, Nierenbeteiligung, ZNS-Beteiligung sowie hä­ma­tologische Auffälligkeiten.

Die Autoantikörper (Antinukleäre Antikörper) sind vor allem gegen Antigene der Zellkerne gerichtet. 

Übergänge zwischen rein kutanen Formen in eine systemische Manifestation sind möglich, gleiches gilt für eine Hautbeteiligung beim SLE.

Labormäßig findet sich beim SLE pathologische ANA mit homogener, gesprenkelter Fluoreszenz.

Bei 80% der ANA-positiven Seren lassen sich folgende spezifische AK nachweisen: dsDNS-Ak, Nukleosomen-Ak, Histone-Ak, Phospho­lipidantikörper, ENA mit Sm, U1-snRNP, RNP-Sm, SS-A/Ro (Soluble Substance A-Antigen, Robert-Antigen)- und SS-B/La (Lane)- Antigene u.a., Erklärung siehe nach­fol­gende Seiten. Die Diagno­sesicherung des kutanen LE erfolgt durch histologische Untersuchung der befallenen Haut, möglichst in Kombination mit einer direkten Immunfluoreszenz-Untersuchung.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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