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Lexikon zum Laborbefund

Sjögren-Syndrom

Beim Sjögren-Syndrom oder auch Sicca-Syndrom (lat. siccus: trocken) richten sich die Auroantikörper vorwiegend  gegen die Speichel­drüsen und Tränendrüsen, was letztlich zu einer chronischen Parotitis, Rhinitis und  Kerato­konjunktivitis führt. Frauen sind deutlich häufi­ger als Männer betroffen.

Labordiagnostisch findet sich ein Anstieg der BSG und des CRP sowie erhöhte ANAs mit nachfolgender  Differenzierung.

Ro60 (SSA-60) und Ro52 (SSA-52) wird häufig auch als SSA-Antigen bezeichnet SSA/Ro (60kD). Im Immunoblot stellt sich SSA als zwei Banden (SSA-60 kD und SSA-52 kD) dar. Im Immunoblot werden Anti-SSB Antikörper durch eine Bande bei 45 kD dargestellt. Die SSB-Bande tritt in den meisten Fällen mit der SSA-52 kD zusammen auf.

Anti-SSA und -SSB sind keineswegs für das Sjögren-Syndrom spezifisch, sondern finden sich auch beim LE, beim Sjögren-Syndrom und systemischem Lupus erythematodes. Das alleinige Auftreten von Autoantikörpern gegen Ro-52, ohne den Nachweis von Autoantikörpern gegen das SS-A Antigen mit 60 kDa,  ist in der Regel als unspezifisch zu werten.

Antikörper gegen Alpha-Fodrin, die sich  bei mehr als 90 % der Patienten mit Sjögren-Syndrom finden, sind ein weiterer neuer Marker für das Sjögren-Syndrom.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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