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Lexikon zum Laborbefund

Antikörper gegen neutrophile Granulo­zyten (ANCA)

ANCA (alter Name ACPA) reagieren mit zy­toplasmatischen Strukturen von neutrophilen Granulozyten und werden da­her „Anti Neutro­phil Cytoplasma Anti­bodies“ genannt. Mittels Immunfluores­zenz (IFT) lassen sich diese Anti­körper nachweisen und anhand des Fluores­zenzmusters zwischen einer homogenen-fein­granulierten Anfärbung des gesamten Cy­to­plasmas (c-ANCA) und einer eher pe­rinukleä­ren Anfärbung (p-ANCA) differen­zieren.

Die sogenannten c-ANCA sind überwie­gend mit der Wegnerschen Granuloma­tose vergesell­schaftet, während sich die p-ANCA auch bei an­deren Krankheitsbildern mit Glomerulonephritis, Churg-Strauss-Syndrom und systemischer Vas­kulitis finden.

c-ANCA sind gegen das Zielantigen Protei­nase 3, p-ANCA gegen Myeloperoxi­dase (MPO), Elastase und Laktoferrin ge­richtet. Diese Ziel­anti­gene stehen auch als gereinigte Antigene zur Verfügung und können daher in entspre­chenden Enzy­mimmunoassays (EIA) eingesetzt werden. 

Auch bei anderen systemischen Vaskulitiden sowie bei bestimmten Glomerulo­nephritis- und Kollagenosenformen kom­men Antikörper ge­gen cytoplasmatische Komponenten von Gra­nulo­zyten vor. Da­her ist es sinnvoll, von einem For­menkreis der Wegnerschen Granulomatose zu sprechen.

 c-ANCA (IFT Granulozyten), mit freundlicher Genehmigung der Fa. Euroimmun


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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