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Lexikon zum Laborbefund

Auto-Antikörper gegen Muskulatur

Aktine befinden sich  zusammen mit Myosin, Tro­ponin und Tropomyosin in allen Muskel­fa­sern von Skelettmuskulatur, Herzmuskulatur und glatter Muskulatur und bilden dort die kontrak­tile Einheit des Muskels. Die antigenen Be­standteile vieler Viren Aktin ähneln Aktin.

Autoantikörper gegen glatte Muskulatur (Anti-SMA)

Die Gruppe der Antikörper gegen glatte Musku­latur reagiert mit unterschiedlichen Epitopen auf glatten Muskelzellen; Kreuz­reaktionen gegen Herz- und Skelett­musku­latur sind möglich. Be­stimmungsindikation ist die Differentialdiag­nose der Hepatopathien, Autoimmun­hepatitis und  Kol­lagenosen. Anti-SMA sind nachweisbar bei Autoimmunhepatitis (hohe Titer), Postkardi­oto­mie-Syndrom, viralen Hepatitiden, rheuma­toider Arthritis, HIV-Infek­tion. Anti-SMA und ANA in Kombination wei­sen auf eine Auto­immun­hepatitis hin. Ein Vorkom­men ist ebenfalls bei Karzinomen, Fibromyalgie und primär biliärer Zirrhose beschrieben. Hohe Antikörpertiter gegen glatte Musku­latur sind bei einer Reihe von viralen In­fektionen nachweisbar (z. B. Para­myxo-, Masern- und Herpesviren).


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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