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Lexikon zum Laborbefund

Autoantikörper bei Lebererkrankungen

Von allen Autoantikör­pern besitzt der ge­gen SLA/LP (lösliches Leber­anti­gen/Pankreas-Anti­gen) die größte diagnos­ti­sche Treffsicherheit mit einem prädiktiven Wert von nahezu 100 %.

Seine Prävalenz liegt aller­dings nur zwischen 10 und 30 %. Er soll insbe­sondere mit dem Subtyp I (früher Subtyp III) ei­ner Autoim­munhepatitis as­soziiert sein.

Antikörper gegen LKM (Leber-Nieren-Mikroso­men mit dem Zielantigen Cytoch­rom P450) und LC-1 (Leber-Cytosol) sol­len mit dem Subtyp II, SMA (Antikörper ge­gen glatte Muskulatur mit dem Zielanti­gen F-Actin) und ANA (Antinukle­äre Anti­körper) mit dem Subtyp I assoziert sein. SMA und ANA sind bei AIH häufig zu be­o­bachten, treten jedoch auch bei anderen Erkran­kungen auf.

Weitere, bei Autoimmunerkrankungen der Leber auftretende Antikörper sind LMA (Le­ber­mem­branantikörper), LSP (Leber-spezifisches Pro­tein) und DNS-Antikörper.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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