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Lexikon zum Laborbefund

Antikörperdifferenzierung

Wurde im Antikörpersuchtest ein Antikörper nach­gewiesen, wird dieser in einem weiteren Ansatz mit 8 bis 20 kommerziell erhältlichen Testerythrozyten weiter differenziert. Durch die Viel­zahl der möglichen verschiedenen Re­akti­onen lässt sich dann der fragliche Anti­körper be­stimmen und so bereits vor der Kreuzprobe nicht passende Spenderkonzen­trate ausschließen. In der Schwangerschafts­überwachung ermöglicht wiederum die Kenn­tnis des fraglichen Anti­körpers weitere thera­peutische Schritte.

Positiver Nachweis in Röhrchen 11, mit freundlicher Genehmigung der Fa. Bio-Rad Laboratories

Für Schwangerschaft und Transfusionen wich­tigste Antikörper entstammen dem Rhesus- und Kell-System. Anti-I ist ein für die Schwan­­ger­schaft nicht-relevanter Antikörper, da fetale Ery­throzyten noch kein I expri­mie­ren. Die oft auch natürlich gebildeten Lewis- oder M-Antikörper sind in der Regel vom IgM-Typ und daher für die Schwan­gerschaft nicht von Bedeutung, da sie nicht plazenta­gängig sind.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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