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Lexikon zum Laborbefund

Faktor II-(Prothrombin)-Mutation

Die Mutation des Prothrombin-Gens (G20210A) ist ein eigenständiger hereditären Ri­sikofaktor für eine Thrombophilie. Sie führt zu ei­ner erhöh­ten Prothrombinkonzentra­tion mit eben­falls er­höh­ter Thrombosenei­gung sowohl im venösen als auch arteriellen Bereich. Eine Faktor II-Mutation findet sich bei bis zu 3 % der Bevölke­rung, bzw. 18 % von Pati­enten mit familiärer Thrombo­philie. Heterozygote Anlageträger ha­ben ein ge­genüber nicht Betroffenen bis zu dreifach höhe­res Thromboserisiko.

Man findet bei den Patienten häufig eine er­höhte Prothrombin-Aktivität im Plasma, jedoch besteht keine direkte Korrelation zwischen der Pro­thrombin-Aktivität im Plasma und dem Vor­liegen der Mutation.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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