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Lexikon zum Laborbefund

HPA-1a/1b-Polymorphismus

Der Fibrinogenrezeptor, bestehend aus den Gly­koproteinen GPIIb und GPIIIa,  spielt bei der Thrombozytenaggregation eine wichtige Rolle. Mittels molekularge­netischer Untersuchungen konnte ein Po­lymorphismus auf dem Glykopro­tein GPI­IIa identifiziert werden. Die beiden For­men des GPIIIa werden als HPA-1a und HPA-1b bezeichnet.

Untersuchungen haben gezeigt, dass HPA-1b ei­nen eigenständigen Risikofaktor für die Plätt­chenthrombogenität darstellt. HPA-1b ist damit ein sekundärer kardio­vaskulärer Risikofaktor, der zur frühzeiti­gen koronaren Thrombosierung mit kardi­alen Ereignissen führen kann. Es han­delt sich um einen hereditären Risikofaktor für einen Bypass-Verschluss, postoperativen Myo­kardinfarkt oder ein Todesereignis nach korona­rer Bypassanlage.

Mit der Untersuchung des Fibrinogenre­zeptors kann das Vorliegen des HPA-1b-Genotyps und damit  eine genetische Prädisposition bestimmt wer­den. Dieses ist indiziert bei Patienten mit ko­rona­rer Herzkrankheit, Myokardinfarkt, Ko­ro­nar­­thrombosen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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