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Lexikon zum Laborbefund

Bartonella henselae

Bartonella henselae ist ein schwer an­zücht­bares, gramnegatives Bakterium. Für eine Infektion mit Bartonella hen­selae und Pasteurella multocida stellt der Um­gang mit Katzen den Hauptrisi­ko­faktor dar.

1. Granulomatöse Lymphadenitis: ku­tane Papel oder Pustel an der Inokula­tions­stelle mit mehr als drei Wochen per­sistieren­der schmerzhafter Lympha­denopathie.

2. Angioproliferative Läsionen (DD: Ka­posi-Sarkom) in Haut, Knochen und vielen Organen, bei Befall von Leber und Milz als Peliosis hepa­tis bezeich­net.

Das klinische Spektrum der Bartonella henselae-Infektion variiert von der klas­si­schen Katzen­kratz­krankheit bei immun­kompetenten Personen bis zu systemi­schen Erkrankungen bei im­mun­kompro­mittierten Patienten.

Bilharziose Erreger der Bilharziose sind in den Tro­pen und Subtropen vorkommende parasi­tisch lebende Saugwürmer, Schistosoma haematobium (Bla­sen­­bilharziose) sowie Schistosoma man­soni, in­ter­calatum, ja­ponicum und mekongi (Darm­bil­har­ziose). Zerkarien, sich in kontaminierten Was­ser befindliche Larven­for­men der Schistos­omen,  dringen durch die Haut des Menschen ein und wandern über Lymph- und Blutgefäße ins Pfor­tadersystem.  Dort entwi­ckeln sie sich weiter und verbreiten sich über die Venen in alle Ziel­organe. Über die Ausschei­dungen der in­fizierten Perso­nen gelangen die Parasiten wieder ins Ober­flächenwasser. Infektionen von Mensch zu Mensch sind nicht möglich. Klinisch zeigt sich ein Juckreiz und Haut­ausschlag an der Eintritts­stelle der Lar­ven, gefolgt von hohem Fieber, Husten, Kopf­schmerzen und einer Ver­größerung von Leber, Lymphkno­ten und Milz. Ab­hängig vom Krank­heitsverlauf bilden sich in­ner­halb we­niger Wochen alle Symptome zu­rück. Nicht be­handelt kann die Erkran­kung chronifi­zieren. Therapeutisch wird Prazi­quantel einge­setzt. Dia­gnostisch sollte insbesondere bei Bla­senbilhar­zi­ose neben dem Direktnachweis (Mi­razidien-Schlüpf­­versuch) grundsätzlich gleich­zeitig ein An­tikörpernachweis aus dem Blut durchge­führt werden.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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