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Lexikon zum Laborbefund

Coxsackieviren

Coxsackieviren sind unbehüllte RNA-Vi­ren der Gattung Enteroviren mit den Stäm­men Coxsa­ckie-A und Coxsa­ckie-B. Sie verursachen die „Hand-, Mund-, Fußkrankheit“ mit Fieber sowie Exanthem und Bläschenbildung an Mund, Zunge, Handflächen und Fußsohlen. „Som­mer­grippe“ oder „Bornholmsche-Krankheit“ sind gebräuchli­che Synonyme. Vorwiegend sind Kinder unter 10 Jahren betroffen. Die Über­tragung er­folgt über naso-pha­ryngeale Sekrete oder, wenn die Kin­der husten oder nie­sen. Die In­­kubations­zeit beträgt bei der Hand-Fuss-Mund-Krankheit meist 3-5 Tage. Durch die leich­te Übertragbar­keit tritt sie dann meistens endemisch auf. Eine Infektion des Ungeborenen ist prinzipiell denk­bar. Sonstige Er­krankungen durch Coxsackie­vi­ren sind respi­ratorische Er­krankungen, Me­ningi­tis, Enzephali­tis, Peri-/Pankarditis, Kon­junk­­tivi­tis und eine un­charakteristische Som­mer­grippe. Spezifische An­tikörper können la­bordia­gnos­tisch nachge­wie­­sen werden, ihr diagnos­tischer Wert ist um­stritten.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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