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Lexikon zum Laborbefund

Lactat

Lactat ist das Salz der Milchsäure. Es wird bei der anaeroben Glykolyse gebildet und ist das Endprodukt des anaeroben Glukosestoffwech­sels. In der Leber wird es zu Kohlendioxid und Wasser metabolisiert oder zu Glukose  resynthe-ti­siert. 

Bei Sport oder körperlicher Anstrengung kann die Lactatproduktion auf ein Vielfa­ches anstei­gen, sich aber danach inner­halb einer Stunde wieder normalisieren. In der Sportmedizin reprä­sentiert die aerobe-anaerobe Schwelle das ma­xi­male Laktat-Steady-State. Bei länger dauern­den Be­­lastungen oberhalb der anaeroben Schwel­­­le steigt dann die Laktatkon­zentration im Blut und führt zum Leistungs­einbruch.

Lactatanstiege ohne gleichzeitige metabo­lische Azidose werden als Hyperlactatä­mie bezeichnet. Im Unterschied zur Hy­perlactatämie ist die Lac­tazidose eine schwere Komplikation bei Patien­ten mit Schock oder schweren Intoxikationen, bei denen die Stoffwech­selregulation komplett entgleist ist.

Erhöhte Lactatwerte im Liquor weisen auf eine bakterielle Meningitis hin und ermögli­chen eine Differenzierung zwi­schen bakterieller und vira­ler Meningitis.

Normbereich im Blut: Erwachsener < 22,0 mg/dl, Neugeborene < 26,0 mg/dl

Die Bestimmung erfolgt enzymatisch.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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