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Lexikon zum Laborbefund

Hantaviren

Hantaviren gehören neben Puumala-, Seoul- und Sin Nombre-Viren zur Gattung der Hanta- und Familie der Bunyaviren. Übertragen werden Han­taviren durch Speichel, Urin und Fäka­lien von Nagetie­ren, die den Erreger ausscheiden. Die In­fektion erfolgt dann respiratorisch oder oral. Sie ver­ursachen Nephropathien und Lun­gen­­versagen insbesondere mit hä­morrha­gi­schem Syndrom. In einigen Regionen Deutsch­lands wur­de in den letzten Jahren über eine Häu­fung von Hantainfektionen berichtet, die auch von der hier lebenden Brandmaus übertragen werden. Für 2010 ist bereits mit ca. 2000 Hanta­fällen in Deutschland zu rechnen, Hauptaus­bruchsgebiete in Deutschland sind die Schwäbi­sche Alb, der Bayrische Wald, Unter­franken und das Müns­ter­land. Der Antikörper­nach­weis im Se­rum si­chert die Diag­nose.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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