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Lexikon zum Laborbefund

Hepatitis A

Das Hepatitis A-Virus (HAV) gehört in der Fa­mi­lie der Picornaviren und ist häufigste Ursa­che der akuten viralen Hepatitis. Die Verbrei­tung er­folgt fäkal-oral oder durch Schmierin­fek­tion. Das Virus wird mit dem Stuhl ausgeschie­den, durch en­gen körperli­chen Kon­takt weiter­gege­ben oder stammt aus fäkal verun­reinigtem Trinkwasser oder sowie Schalentiere, die aus solchem Wasser stammen. Die Erkrankung ver­läuft meist asympto­matisch und heilt immer völ­lig aus, woraus eine le­bens­lange Immu­nisierung resultiert. Gelegent­lich zeigt die akute Hepatitis A un­klare gastroin­testi­nale Beschwerden kombi­niert mit Fieber mit bis zu 390C. Nach dem Auf­treten des typischen Ikte­rus nehmen bei den meisten Patienten die Be­schwerden ab.

Antikörper bei HAV-Infektion (aus Roche-Broschüre)

Die  Diagnose erfolgt durch die Bestim­mung des Serum-Anti-HAV-IgM. Differenti­aldiagnostisch kommen insbeson­dere eine EBV- oder CMV-In­fektion in Frage. Eine mögliche früher abgelau­fene Infektion oder ein Im­munschutz nach Imp­fung wird durch den Nachweis von Anti-HAV-IgG. Eine chronische Infektion ist nicht bekannt. Zusammen mit Hepatitis B ist eine Impfung ge­gen Hepatitis A zu  empfeh­len.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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