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Lexikon zum Laborbefund

HHV 6

HHV 6 gehört zur Gruppe der huma­nen Her­pesvi­ren und gilt als Erreger des 3-Tage-Fie­bers (Exanthema Su­bitum, Ro­seola Infantum). Die Über­tragung des HHV 6 Virus erfolgt durch Tröpfcheninfek­tion. Die Inkubationszeit beträgt 3-9 Tage. Die Erstinfektion er­folgt häufig inner­halb der ersten 3 Le­bensjahre, so dass bereits früh eine hohe Durchseuchung festzu­stellen ist. Eine Reaktivierung persistie­render HHV 6 Viren kann insbesondere bei immunsupprimierten Pa­tienten (HIV, Neoplasma) erfolgen.

HHV 6-Infektionen bei Kindern zeigen typi­scher­weise hohe Fieberschübe bis zu 40° C und ein dem Röteln und Ma­sern ähn­liches Exanthem am Stamm. Zusätz­lich sind Lymphknoten­schwel­­lungen, Ton­sillitis und eine Pharyngitis zu beobachte. Im Erwachsenenalter zeigen sich ins­be­sondere Lymphkno­tenschwellungen und eine Hepatitis mit Anstieg der Leberen­zyme. Somit kann eine Bestimmung der HHV 6 An­tikörper bei folgenden Erkran­kungen indiziert sein:

1. Mehrtägiges hohes Fieber mit Exanthem 2.Tonsillitis und Pharyngitis 3. Lymphknotenschwellungen 4. unklare Hepatitis


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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