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Lexikon zum Laborbefund

Influenza

Das Influenzavirus gehört zu den RNA-Vi­ren mit den drei Gattungen In­fluenza-A, Influenza-B und Influenza-C-Viren. In­fluenza-A-Viren sind die für den Men­schen relevantesten. In­fluenza-A-Viren werden in erster Linie nach bestimmten, deutlich unter­schiedlichen Oberflächenei­gen­schaf­ten in Untertypen bzw. Subtypen ein­geteilt. Die Oberflächenantigene beim Influenza-A-Vi­rus sind die Hämagglu­tinine (H1-H9) und die Neuraminidase (N1-N7). A/H1N1 ist der Erreger der „Schweinegrippe“ von 2009 sowie der „Spa­nischen Grippe“ von 1918, der Sub­typ A/H5N1 ist ei­ner von mehreren Auslösern der „Geflü­gel­grippe“.

Die Übertragung von  H5/N1 ist bislang in über 350 Fällen von Mensch zu Mensch be­legt wor­den und könnte in den nächsten Jahren daher zum Ausgangspunkt einer neuen Pande­mie wer­den. Die Ge­fahr be­steht da­bei  in einer Mutation und Anpassung an den Menschen mit Folge ei­ner weltweiten Verbrei­tung.

Influenza wird durch Tröpfcheninfek­tion, Trink­wasser oder Kontaktinfektion über­tragen. Die aviäre Influenza kann darüber hinaus auch über Staubpartikel aus dem Gefieder toter Vögel durch die Atemluft verbreitet werden.

Wich­tigste Symptome sind ein ausgeprägtes Krank­heitsge­fühl im ganzen Körper mit hohem Fie­ber, Kopf­schmerzen, Gliederschmerzen, Schnup­fen und Müdig­keit.

Die Diagnose gelingt mittels Schnell­test (Anti­gennachweis mittels EIA) oder PCR aus einem Na­senabstrich, Tra­chealsekret, Bronchoalveoläre Lavage sowie Nasen- oder Rachenspülflüssig­keit.  Im Blut las­sen sich nach wenigen Tagen ent­spre­chende Antikörper, je­doch ohne Spezifi­zierung, nachwei­sen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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